wann sollte man ruby on rails einsetzen, wann lieber nicht?

Was ist möglich, was nicht? Unterschiede zu anderen Sprachen, etc.

lieber seine (mäßigen) php-fähigkeiten ausbauen oder gleich auf rails setzen? details unten.

rails lernen und die applikation damit entwickeln
1
100%
php-fähigkeiten verbessern und auf ein MVC-framework wie cakePHP oder codeigniter setzen
0
Keine Stimmen
php ohne framework verwenden (frameworks verwässen php nur...)
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt : 1

wann sollte man ruby on rails einsetzen, wann lieber nicht?

Beitragvon awenro am 17.02.2010, 15:01

hallo liebe leute.

quintessenz
sollte ein frontend-developer der eine webapplikation entwickeln möchte lieber seine PHP-kenntnisse ausbauen und sich dabei vom ROR-System inspieren lassen (alternativ z.B. CakePHP verwenden) oder setzt man lieber gleich auf das "original". wo seht ihr schwierigkeiten, wo seht ihr vorteile? bin sehr gespannt auf eure meinung!

danke für eure zeit und anregungen!

web-startups hier, web-startups da... nichts ist momentan so "hip" wie ein eigenes startup. all den teils (sehr) semiprofessionell aufgezogenen projekten geht meist auch die grundsatzentscheidung für eine technische basis voraus.

auf einen grünen zweig zu kommen ist nicht leicht, um euch (die ihr vor dem selben problem wie ich steht) und mir selbst einen ehrlichen und möglichst objektiven (!) überblick zu verschaffen möchte ich meine bisherigen gedanken möglichst kurz und zusammenfassen. wer nicht viel lesen möchte hat möge bitte zur zusammenfassung (weiter unten) scrollen.

einleitung: ich bin freelance webdesigner und fontend-developer sprich es kommen wohlige gefühle auf wenn jemand von html / css oder javascript zu reden beginnt. geht es um php wird es unangenehm sobald es um "echte" probleme geht. ja, klar, ich kann etwas mit variablen, arrays jonglieren, selbst für klassen und objekte habe ich verständnis. auch regular expressions und funktionen die strings in irgendeiner form verändern sind kein größeres problem.

beginnt aber ernsthaftes TDD (unit testing usw...) bin ich mit meinem latein ziemlich am ende. mit OOP habe ich keine echten erfahrungen, das haben bisher die kollegen gemacht. dinge wie selenium, phpunit o.ä. habe ich noch nie wirklich benutzt. ein svn-repository habe ich auch noch nie angelegt (wohl aber benutzt).

nun bin ich gezwungen ein projekt in eigenregie abzuwickeln in meinem konkreten fall geht es um eine web-applikation die bezahlte videos zur verfügung stellt.
das grundproblem bleibt aber bei den meisten die ein ähnliches profil haben wie ich das selbe: lernt man ruby, oder baut man die rudimentären php-kenntnisse aus?

genaueres zur aufgabe: im prinzip kann man sich die anwendung wie youtube mit bezahlten inhalten vorstellen. es gibt also dateien zu handeln, user müssen sich einloggen können, man kann playlisten erstellen, ein bezahl- bzw. checkoutsystem muss implementiert werden, die videos werden eventuell auf amazons S3 gespeichert oder so ähnlich, caching ist mir sehr wichtig, der speed muss passen (dabei gehts aber nicht um 300 visits in der sekunde, wenn das projekt einmal so groß werden sollte werde ich jemand anstellen der wirklich ahnung von skallierung und webdevelopment hat ;-)).

ich denke dass zu spitzenzeiten evtl. 20 requests in der sekunde gehandelt werden müssen. es geht aber auch nicht so sehr um die visits, sondern eher um die datenmenge die bewältigt werden muss (ja, ich weiß dass es bei youp*rn funktionert, die laufen ja auch mit ROR, ;-)). übrigens möchte ich keine diskussion darüber beginnen ob das projekt sinn mach oder nicht, es geht _nicht_ darum das 1000ste social network zu starten. die inhalte stehen im mittelpunkt, es sind relativ große datenmengen für verhältnismäßig wenige benutzer. filehandling ist also relativ zentral.

zusammenfassung

meine bisherigen erfahrungen / mein profil:
    * html / css
    * js (allerdings arbeite ich größtenteils mit den frameworks mootools bzw. jquery)
    * php für frontend developer (beginner-level), grundverständnis für klassen und objekte
    * apache (rewrites, vservers,.. was man so braucht)
    * linux (debian) naja.. filehandling, benutzerverwaltung usw... basic skills würde ich sagen

was (mir) fehlt:
    * keine erfahrung mit MVC bzw. generell mit (weiterführender) OOP
    * keine echte programmiererfahrung (richtiger workflow, passende IDE, testing...)

was ich für mein projekt möchte:
    * test driven development
    * mvc
    * gute les- wart- und erweiterbarkeit des codes und der datenbank (der einzige coredeveloper bin ich)
    * möglichst kurze time to market / kurze entwicklungszeit
    * caching

was das projekt gut können muss:
    * benutzerverwaltung
    * angenehmes filehandling im backend, löschen, verschieben... daten liegen ws. auf amazon S3 o.ä..
    * pdfs rendern und verwalten
    * 99,95% uptime (fallback-system,..?)
    * relativ große daten für verhältnismäßig wenig benutzer (ws. bis zu 200 die im ersten jahr einen account eröffnen)

negative seiten die ich an ROR sehe:
    * community weitaus kleiner: weniger "vorgebackene" (und ausgereifte) lösungen z.b. zum rendern von pdfs
    * im prinzip ist mit ror alles möglich was mit php auch möglich ist (und umgekehrt) fraglich ist ob die effizients über die gesamte dauer des projekts so hoch ist, oder ob nach dem 15min blog schluss ist mit easy-going
    * nur mit ruby zu beginnen weil es relativ neu und "cooler" als php ist, um später zu realisieren dass die vorteile geringer sind als gedacht

spezielle fragen von mir:
    * macht der js-output von ROR überhaupt sinn wenn man lieber mit andren js-frameworks arbeitet (prototype und scriptaculous habe ich noch nicht verwendet)?
    * ist die implementierung von ruby in apache in der praxis akzeptabel (auch und vorallem performance technisch)?

alternativen die ich in erwägung ziehe:
    * ruby on rails
    * cakephp (z.b. mit phpunit o.ä.)
    * plain php ohne framework

quellen bzw. artikel die mir im vorfeld schon etwas geholfen haben:
http://blog.zf-info.de/2009/10/07/framework-vergleich-mit-google-trends-ruby-on-rails-verliert-an-bedeutung/
ruby on rails verliert an bedeutung? hype vorbei?

http://onstartups.com/tabid/3339/bid/160/Reasons-Why-Your-Startup-Should-Use-Ruby-On-Rails-RoR.aspx
(zynisch aber recht gut)
http://www.slideshare.net/dosire/when-to-use-ruby-on-rails-1308900
(kleine präsentation die zum teil mit php vergleicht)
http://www.oreillynet.com/ruby/blog/2007/09/7_reasons_i_switched_back_to_p_1.html
(jemand der sich zwar von ror inspirieren ließ hinsichtlich DRY usw.. aber wieder zu php wechselte nachdem die effizienz mit zunehmendem projektfortschritt in die knie ging)
http://redant.com.au/blog/why-we-use-ruby-on-rails/
(relativ netter "pro ruby" artikel)
awenro
 
Beiträge: 1
Registriert: 17.02.2010, 10:06

Zurück zu Erster Kontakt

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron